9.01.2019 Soll Robert Habeck doch aussteigen

Robert Habeck hat nach der Veröffentlichung von privaten Daten und einem missglückten Video beschlossen, dem Social-Media-Business den Rücken zu kehren. Darf er das als Politiker?

 

Von Markus Hoppe

 

 

Das Internet vergisst nicht(s). Dieses Sprichwort kennt wohl mittlerweile jeder – und es stimmt. Da kann ein Robert Habeck seinen Twitter- und seinen Facebook-Account löschen oder sich auf den Kopf stellen. Seine Aussagen, seine Fehler bleiben verewigt. Doch was ist passiert?

 

Robert Habeck ist der Bundesvorsitzende der Grünen. Ihm sind viele persönliche Daten gestohlen worden: Nachrichten, Bilder, Adressen, vieles von Facebook und anderen privaten Quellen. Dann hat sie jemand bei Twitter veröffentlicht. Fast zeitgleich mit dem … missglückten Wahlkampfspruch. In einem Video sagte Habeck, Thüringen solle ein „offenes, freies, liberales, demokratisches Land“ werden. Als ob es das nicht schon ist! Ich als Thüringer merke jedenfalls herzlich wenig von Unfreiheit oder gar Zensur. Ich darf hingehen, wo ich möchte, frei meine Meinung sagen und veröffentlichen. Wie könnte ich in einem unfreiheitlichen Thüringen diesen Kommentar schreiben? Das weiß auch Habeck.

 

 

Nur: Er kappt so die Bande zur Jugend

 

 

Nun ja, da kam eins und eins zusammen, und  Habeck hat als Lösung des Problems seine Accounts gelöscht. War das die richtige Reaktion? Oder feige?

 

Auf der einen Seite hat ein Politiker eine Art Pflicht, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren und zu seinen Aussagen auch zu stehen. Seine Fehler, wie den Wahlkampfspruch, gilt es wiedergutzumachen. Da kann er sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Zudem kappt er ja mit seinem radikalen Schritt die Bande zur Jugend, die er erreichen will – zumindest sollte er das wollen, denn auch für ihn sind das frische Wähler. Jugendliche erreicht man nun mal in den sozialen Medien am besten.

 

Doch andererseits wurde er Opfer von Datenklau. Private Infos veröffentlicht! Wie fühlt man sich dabei? Das kann man nur als Opfer wissen. Ich möchte es mir nicht vorstellen.

 

Also: Robert Habeck sollte zu seinem Fehler stehen und ihn wiedergutmachen. Dennoch hat er das Recht, aus dem Social-Media-Leben auszusteigen. Ich finde, das sollte man ihm lassen.


3.01.2019 Huch, es ist ja schon bald Weihnachten! ... Äh, es WAR Weihnachten ...

Advent, Advent, Vorfreude brennt

Von Markus Hoppe
Endlich ist es soweit. Der Advent ist da! Viele Leute beklagen sich jetzt schon, dass es so kalt ist, der Stress des Jahres jetzt beginnt … Ich stehe daneben und denke mir meinen Teil. Und zwar diesen:

Ich liebe die Weihnachtszeit! Kein Scherz, ich brenne dafür, verfalle ihr immer komplett, es gibt nichts Schöneres. Du wirst es für eine Übertreibung halten, doch es ist keine: Seit Ende des August bin ich in Weihnachtsvorfreude. Ich bin seit 3 Monaten in Vorfreude.
Wenn man nun so lange auf die Weihnachtszeit wartet wie ich, ist es ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Ungeduld, Freude, Panik, Spannung. Du blickst in einem Moment selig und leicht erwartungsvoll auf besagtes Datum; dann zerreißt es dich auf einmal vor Ungeduld.

Die Tage, Monate vergehen. Ich habe mir einen Countdown auf mein Handy geladen, der die Tage bis Weihnachten zählt. Seitdem gehen diese Tage leider noch langsamer rum.


9.08.2018 Werbung auf WhatsApp: Der Kommerz lässt grüßen

Ab 2019 soll WhatsApp monetarisiert werden, sprich mit Werbung zugespammt werden. Die letzten Hürden gingen von selbst, jetzt kann die große Geldscheffelei beginnen.

Von Markus Hoppe

Seit 2016 kann jeder User mit WhatsApp kostenlos Nachrichten versenden. Hinzu kamen kostenlose Angebote wie der Video-Chat, der 24-h-Status, GIF’s und vieles mehr. Nie wurde Werbung geschaltet. Und genau das soll sich jetzt ändern. Doch fangen wir von vorne an:

Jan Koum und Brian Acton gründeten WhatsApp. Bevor Facebook sie 2014 aufkaufte, hatten sie ein klares Ziel: Niemals werden sie auf ihrer Plattform die Nutzer mit ungeliebter Werbung belästigen. Auch nach dem Aufkauf blieben sie dem Motto treu. Sollen Facebook & Co. ihren Nutzern die volle Werbedröhnung geben, wir werden es nicht tun. Und so blieb es auch. Bis 2016 kaufte man WhatsApp für 99 Cent, sodass ein wenig Geld an die Firma zurückkam. Diesen eher als symbolisch zu betrachtenden Euro schaffte Facebook ab. Denn: Bei Facebook müssen Nutzer nichts mit Geld bezahlen.


7.08.2018 Hätte ich ’nen Führerschein, würde ich ja eine Rettungsgasse bilden

Bahn frei für die Einsatzkräfte – das sollte nicht nur gesetzliche sondern auch moralische Pflicht für alle Autofahrer sein.

Von Markus Hoppe

Ein Unfall auf einer Autobahn. Ein Wagen ist mit einem anderen Auto kollidiert und gegen die Leitplanke gekracht. Der Fahrer ist lebensgefährlich verletzt, unter der Motorhaube raucht es. Viele Unfälle gibt es, die genau so verlaufen wie dieses fiktive Beispiel. Dann ist jede Sekunde entscheidend. Jetzt müssen der Notarzt, die Feuerwehr, der Polizeiwagen schnellstens zum Unfallort.

Seit 2016 ist die Rettungsgasse in §11, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung gesetzlich verpflichtend. Und doch gibt es Menschen, die meinen, keinen Platz machen zu müssen. Betrachten wir es mal nüchtern: Was bringt es den Leuten? Kommen sie schneller aus dem Stau, wenn es keine freie Gasse gibt? Nein, im Gegenteil. Die Einsatzfahrzeuge brauchen länger, der Stau zieht sich hin. Ich sehe da keinen guten Grund. Warum tut man das? Denken diese Menschen nicht an die Unfallopfer, die gerade in dem Moment um ihr Leben kämpfen? Der Notarzt, die Feuerwehr, die Polizei, sie machen alles, um zu helfen. Und dann meinen einige – tut mir leid – Idioten, für sie gilt das nicht, sollen doch andere die Gasse bilden. Das ist für mich, als würde man jemanden sterben lassen, einfach nur aus Ignoranz und Dummheit.


12.06.2018 Donald Trump ist alt und braucht die Aufmerksamkeit

Eigentlich mag man den Namen gar nicht mehr hören und dennoch kann auch Jugendredakteur Markus nicht anders, als über Donald Trump zu schreiben.

Von Markus Hoppe

Niemand ist so oft in den Nachrichten wie ein bekannter Politiker. Und kein bekannter Politiker ist so oft in den Nachrichten wie Donald Trump. Er hat nun mal jeden Tag eine neue Idee – manche nennen es Politik, was er da macht –, wie er Aufmerksamkeit erregen kann. Was gab es denn da so in letzter Zeit?

Keiner ist so mächtig, wie die USA

Der „Handelskrieg“. Sogar eine Blondlocke wie Trump versteht, dass er nicht einfach einen echten Krieg anzetteln kann. Darum nutzt er halt die Wirtschaft und simuliert da ein Kräftemessen. Wer kann euch alle mit Zöllen belegen? Ich! Dabei bedenkt er nicht, dass auch sein Land im weiteren Verlauf Probleme bekommen könnte. Auch die USA haben nicht alle Rohstoffe, alle Ressourcen, und sie brauchen mehr Leute, als ihre eigenen Bürger, die den Kram kaufen. Und wenn er nun die ausländischen Konzerne vergrault hat, guckt nicht nur Trump in die Röhre. Doch das ist ihm egal. Erst mal sollen wir sehen, was für eine Macht die USA haben.


4.05.2018 Lehrer fragen Lehrerfragen: Warum können wir nicht gleich anfangen?

Schüler und Lehrer haben keine ganz einfache Beziehung. Um mehr Harmonie in die Klassenräume zu bringen, dürfen Lehrer hier all das fragen, was sie noch nie an ihren Schülern verstanden haben – und Schüler antworten.

Ein Sport- und Englischlehrer aus Dortmund fragt: Warum dauert es nach der Pause jedes Mal mindestens fünf Minuten, bis wir mit dem Unterricht fortfahren oder beginnen können?

Markus Hoppe aus der funky-Jugendredaktion antwortet: Das Problem mit den Pausen in der Schule ist: Sie sind einfach immer zu kurz! Wir haben unseren Mitschülern schließlich immer so viel zu erzählen … Im Unterricht kommen wir gewöhnlich nicht dazu, uns zu unterhalten. Wir treffen uns auch nicht jeden Nachmittag oder jedes Wochenende, und mit der Zeit sammelt sich deshalb so einiges an Gesprächsstoff an.

Natürlich gibt es die großen Pausen, in denen wir 20 Minuten Zeit haben, unsere Erlebnisse loszuwerden. Doch blöderweise – und es hat noch kein Mensch herausbekommen, warum – fällt uns kurz vor Unterrichtsbeginn noch was ein: „Ach, das wollte ich ja noch fragen!“ „Das habe ich noch gar nicht erzählt!“ „Da war ja was!“ – Wir können nichts dafür!
Und nach 45 Minuten hat man seinen Einfall ja wieder vergessen, also schnell raus damit. Unser Gesprächspartner hat dann etwas beizutragen, wir diskutieren – und dabei hätte der Unterricht schon längst beginnen sollen.


7.05.2018 So spannend war der Lorenz-Kellner-Lauf oder Sport ist fast Mord

Verstauchte Gelenke und beinahe Zusammenbrüche: Der diesjährige Lorenz-Kellner-Lauf in Heilbad Heiligenstadt bot wirklich alles. Doch was lief hinter den Kulissen? Ich war dabei und berichte von diesem Krimi der Schulläufe.

 

Jedes Jahr fahren die Schulen Heiligenstadts und der Umgebung in die Lindenallee, um zu zeigen, dass sie die Besten sind. Gastgebende Schule ist die Lorenz-Kellner-Schule, die in der Lindenallee steht. Die Strecke: Einmal durch die komplette Allee. Die Teilnehmer: Ein Junge und ein Mädchen aus jeder Klasse von der Vierten bis zur Neunten der jeweiligen Schulen. Im ersten Lauf messen sich die Grundschulen. Dann treten die Regelschulen und Gymnasien gegeneinander an. Doch dieses Mal war ganz schön der Wurm drin!

 

Starker Sieg für den Favoriten der Grundschulen


22.03.2018 Lehrerfragen

Im Laufe der Zeit stellen wir unseren Lehrern tausendundeine Frage. Wir drehen den Spieß um und hören ihnen mal zu. Bei uns dürfen Lehrer all das fragen, was sie an uns noch nie verstanden haben.

 

 

Eine Deutschlehrerin an einer weiterführenden Schule im Sauerland fragt: Welches Verhalten der Lehrer nervt die Schüler am meisten?

 

 

Markus aus der funky-Jugendredaktion antwortet: Da fällt mir sofort eine Verhaltensweise ein, die mich an Lehrern extrem stört: STÄNDIG – damit meine ich jede Stunde – eine Anspielung auf die BLF („Besondere Leistungsüberprüfung“ in der 10. Klasse) und die Oberstufe zu machen.


14.03.2018 Die Oscar-Filme

Die Nacht der Filmnächte, die Oscarverleihung, ist vorbei und wir haben uns gefragt, welche Filme eigentlich wirklich sehenswert sind.

 

Am 4. März war es wieder so weit: Regisseure, Filmmusiker, Darsteller, Szenenbildner, Maskenbildner … bekamen in L.A. von Jimmy Kimmel ihren Goldjungen überreicht. Dieses Jahr war etwas besonders: Der Oscar (eigentlich Academy Award) wurde stolze 90 Jahre! Und noch etwas: Dieses Mal passierte keine Panne, keine Falschernennungen. Grund genug, sich voll und ganz auf die Filme zu konzentrieren. Hier zusammengefasst die, die aus meiner Sicht einen Kinobesuch wert sind:


22.02.2018 --- Winterolympiade

In Südkorea kämpfen gerade Wintersportler aller Länder um die olympischen Medaillen. Nordkorea geht pünktlich zum Großevent auf Kuschelkurs mit seinem sonst so verhassten Nachbarn. Eine Analyse der Geschichte und des ewigen Paares Politik und Sport.

 

Alle vier Jahre bricht im Winter große Freude aus: Olympische Spiele! Ich persönlich mag die Winterspiele mehr als die Sommerspiele. Und dann die vielen Länder, in denen sie ausgetragen werden! Letztes Mal Russland, davor Kanada. Ja, und dieses Jahr ein ganz besonderes Land: Südkorea. Da ist es natürlich keine Frage, dass der Nord-Südkorea-Konflikt eine sehr große Rolle spielt, wenn nicht sogar eine, wie ich meine, zu große.

 

Doch fangen wir von vorne an. Nordkorea und Südkorea sind seit 1953, also seit dem Ende des Koreakriegs, getrennt. Ein Waffenstillstand regelte das Kriegsende, doch seit jeher schwelt der Konflikt vor sich hin. Ab und an kommt es zum Ausbruch. Seit über 50 Jahren provozieren, kämpfen und schlichten die beiden Parteien auf der kleinen Halbinsel süd-östlich von China ...


15.02.2018 --- Kulturfreitag

In Heilbad Heiligenstadt gibt es jeden Freitag Kultur. Über die Anfänge des Kulturfreitags, den ein engagierter Bürgermeister vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat.

 

Es war das Jahr 2012. Als andere auf den Weltuntergang warteten, ging es in Heiligenstadt erst so richtig los. Der damals neue Bürgermeister in Heiligenstadt, Thomas Spielmann, und die Leiterin der Stadtbibliothek, Jana Bauer hatten sich ein gemeinsames Ziel gesetzt: „Das Kulturangebot in der Kreisstadt unbedingt verbessern und optimieren.“ Die erste gemeinsame Aktion fand an einem Freitag im Alten Rathaus statt.

 

Der Schauspieler Frank Sieckel führte „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind vor. Der Festsaal des Rathauses war restlos ausverkauft. Der Freitag fand allgemeine Zustimmung. Und so entstand aus dem Freitag der Kultur die Idee des „Kulturfreitages“.

 

Die Vorbereitungen gingen los. Die Stadtbibliothek bekam die Verantwortung, Technik wurde im Festsaal installiert, rechtliche Probleme dank einer Schirmlizenz der „Firma MPLC Deutschland“ aus dem Weg geräumt, Verhandlungen mit der GEMA geführt und ein Konzept entwickelt. Doch das war nicht genug! Es musste Werbung, Raumplanung, etc. überdacht werden, Lizenzen waren noch nicht alle eingeholt und das größte Problem stand noch im Raum: das Personal! Es musste immer jemand bereitstehen, der die Technik in Gang bringt, die Getränke ausschenkt und die Reservierungen absichert. Die Leitungsebene der Stadtverwaltung und das gesamte Bibliotheksteam erklärten sich bereit und helfen ehrenamtlich bis heute mit ...


28.01.2018 --- funky schreibt über mich ...

 

Er ist 15 Jahre alt und mehrfacher Autor. Grund genug, um Markus mal zu fragen, wie es dazu eigentlich kam.

 

Als sich Markus bei uns meldete, um für funky zu schreiben, haben wir in der Redaktion nicht schlecht gestaunt. Mit offenem Mund und vor Erstaunen geweiteten Augen haben wir die Mail gelesen, uns durch seine Webseite geklickt und seinen Namen gegoogelt. Um daraufhin zu entscheiden: Der ist einer für unsere Kategorie „jung und außergewöhnlich“! Markus hat schon vier eigene Bücher veröffentlicht, einen Kurzkrimi für die Anthologie „Mörderisches Buffet“ und ein Gedicht für den Band „Ein Strauß voller Poesie“ beide herausgegeben von Astrid Seehaus geschrieben, und sein preisgekrönter Beitrag für den Thüringer Buchlöwen findet sich auch in gedruckter Form wieder. Und so haben wir ihn noch vor seinem ersten Artikel für ein Interview bei WhatsApp verpflichtet.

 

Du hast ja schon sehr jung dein erstes Buch geschrieben. Wie alt warst du damals?
Ich habe die Geschichte von Trollnase schon mit elf geschrieben, damals für den Kulturfreitag. Dann habe ich Astrid Seehaus (Autorin, Verlegerin im Undine-Verlag) getroffen und sie gefragt, ob sie denn ein Buch mit mir machen könnte. Sie ist glücklicherwiese dieses Risiko eingegangen und wir haben von da an an der Geschichte gearbeitet. Ich war zwölf, als das Buch rauskam, 11 Tage später wurde ich erst dreizehn!😊 ..